Kirchplatz Königseggwald

Der Freiraumplanung zur Umgestaltung des zentralen Kirchplatzes in Königseggwald basiert auf einem Entwicklungskonzept von Wolfgang Treß aus dem Jahr 2002, in dem die gesamte Umgebung mit ihrem spezifischen Ortsbild und den verschiedenen Nutzungsansprüchen analysiert und konzeptionell weiter entwickelt wurde. Um die gotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert als Ortsmittelpunkt der Gemeinde Königseggwald gruppieren sich ein Ensemble denkmalgeschützter Gebäude: das gräfliche Schloss mit Schlossgarten, das Pfarrhaus und das Rent- und Forstamt.
Der Kirchplatz wurde 2007-2008 umgestaltet. Er wird von der "Kaiserlinde" aus dem 19. Jahrhundert und dem Sühnekreuz von 1947 geprägt, wies aber keinen erkennbaren einheitlichen Platz mehr auf. Heute wird der Kirchplatz als schlichter, aber prägnanter, großzügig wirkender Freiraum wahrgenommen. Das Sühnekreuz wurde verlagert, die Linde frei gestellt. Durch die einheitliche Pflasterung mit Natursteinpflaster wird ein zusammengehöriges Raumgefüge im historischen Kontext geschaffen. Ein Rückblick in die Vergangenheit stellt die "Spur" des ehemaligen Friedhofs dar. Vor der Südfassade der Kirche erinnert eine mit Naturstein eingefasste Kiesfläche an den früheren Friedhof. Strenge Eibenquader in Kies rund um die Kirche untermauern dieses Erinnern. Die Details sind schlicht, aber qualitativ hochwertig gearbeitet. Zurückhaltende Sitzbänke und eine dezente Beleuchtung der Kirche komplettieren den Freiraum.

Daten

Auftraggeber:Gemeinde Königseggwald
Zeitraum:2007-2008
Baukosten:ca. 215.000,00 €
Bearbeitung:Wolfgang Treß; Christian Seng