Am Rande der Überlinger Altstadt gibt es seit Jahrhunderten innerhalb der Stadtmauern eine Gartenanlage – die „Menzinger Gärten“. Im Zuge der Landesgartenschau 2021 wurden diese erneuert und erstmals vollständig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Anlage gliedert sich in drei Bereiche: Mit Blick auf den Bodensee und die Dächer der Stadt liegen oben am Hang Aussichtsterrassen und ein Spielplatz, dann folgt der mittlere Hangbereich, der Pflanzflächen, einen Rebhang und eine kleine Obstwiese beherbergt, sowie ein unterer, historisch rekonstruierter Bereich der Heckencarrés.
Der obere Bereich wurde großzügig strukturiert. Am höchsten Punkt des Geländes laden Aussichtsterrassen die Besucher ein, den fantastischen Ausblick über die Dachlandschaft der Stadt, über den See bis hin zu den Alpen zu genießen. Im Schatten einer Linde bot während der Ausstellung ein Biergarten Erfrischungen an. Eltern können ihren Kindern beim Klettern auf dem „Münsterturm“-Spielplatz zusehen. Ein Rebhang verweist auf die Geschichte des Weinbaus in Überlingen.
Der ursprüngliche verwunschene Charme der Anlage wurde im unteren Teil wiederhergestellt. Heckencarrées beherbergten während der Ausstellung die SWR-, Mainau- und Meersburggärten. Duft- und Kräutergärten sowie Sommerflorflächen füllten das geometrische Raster der Eiben-Hecken mit Leben. Nach der Landesgartenschau wurden die Parzellen wieder als Kleingärten verpachtet.