Bodenverwertung als Bodenverbesserung


Hier wird kein Mist ausgebracht! 

Hier gilt: Bodenverwertung = Bodenverbesserung.

Im Rahmen der Sanierung des Tiefenwiesenweihers bei Überlingen wurden 937 m³ Weihersediment mit dem Miststreuer dünn auf einem Acker des Hofguts Rengoldhausen ausgebracht und anschließend mit einer Großfederzahnegge leicht eingearbeitet.

Was auf den ersten Blick ungewöhnlich aussieht, ist Teil eines durchdachten Kreislaufs:

  • Der Weiher wird ökologisch aufgewertet.
    Der Tiefenwiesenweiher war nahezu verlandet und damit für verschiedene Arten als Lebensraum zunehmend wertlos. In zwei Bauabschnitten wird das Kleingewässer entschlammt und die Vegetation zurückgenommen, sodass es wieder seine ursprüngliche Größe erhält.
  • Die Unterhaltung wird dauerhaft verbessert.
    Durch den Einbau eines Mönchs und einer Leitung kann der Weiher künftig regelmäßig abgelassen und gewintert werden. So lässt sich verhindern, dass ein zu hoher Fischbestand die Amphibienbrut beeinträchtigt.
  • Das Sediment wird sinnvoll weiterverwendet.
    Der Acker erhält organisches Material, das bodenschonend eingearbeitet wird. Kurze Transportwege und eine leichte Bodenbearbeitung reduzieren den Dieselverbrauch – sowohl beim Transport als auch auf dem Acker. Gleichzeitig werden Deponieraum und Kosten eingespart.
  • Sicherheit durch Beprobung
    Acker und Weihersediment wurden untersucht, um sicherzustellen, dass keine Schadstoffe verfrachtet werden und tatsächlich eine Bodenverbesserung erzielt wird.


So entsteht eine echte WIN-WIN-Situation:
Ein wertvoller Lebensraum wird wiederhergestellt, die langfristige Pflege erleichtert und das anfallende Sediment wird regional für die Bodenverbesserung genutzt.

Der Tiefenwiesenweiher ist eines von mehreren Projekten, die wir für die Heinz Sielmann Stiftung in der Bodenseeregion umsetzen dürfen, um weitere wichtige Biotoptrittsteine zu schaffen.

Ein herzliches Dankeschön an die erfahrene Firma Villieber für die fachgerechte Umsetzung!

Im September geht es weiter: Nach Abschluss der Vogelbrut können auch die Schilfbereiche bearbeitet und die fortschreitende Verlandung weiter zurückgedrängt werden.

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